Mittwoch, 19. Juli 2017

Heilige Maria Magdalena

Mailänder Schule: Maria Magdalena als Büßerin, 17. Jahrhundert, im Museum in Alba de Tormes
Quelle: Ökumenisches Heiligenlexikon, Joachim Schäfer



Am 22. Juli feiern wir das Fest der Heiligen Maria Magdalena, oder auch Maria von Magdala. (In anderen Konfessionen wird es z. T. an anderen Tagen gefeiert.)  Dieser ehemalige Gedenktag ist seit letztem Jahr ein Fest, dank Papst Franziskus.
Sie ist eine sehr wichtige Zeugin für Ostern, denn Maria Magdalena hat als erstes davon der Auferstehung erzählt, sie hat es den Aposteln berichtet.
Noch mehr von Maria Magdalena erfahren wir aus den Evangelien: Sie war von Dämonen befallen. Jesus hat sie davon befreit. Oft wird sie mit der Sünderin gleichgesetzt, daher wird Maria Magdalena meist als Büßerin dargestellt. Manche sehen in ihr s auch mit Maria von Bethanien, die Schwester von Martha. Beide Thesen sind Vermutungen, die nicht einwandfrei nachgewiesen sind.
Nachdem sie von  den Dämonen befreit wurde, folgte sie Jesus nach, ist ihm bis unter das Kreuz gefolgt, ja, sie war sogar bei der Grablegung dabei. Und dann eben, wie oben beschrieben, die erste Zeugin für die Auferstehung. 
Die Antiphonen des Festtages  zeigen deutlich, dass sie Zeugin der Auferstehung war und Jesus sehr wertschätzte:
Ø  Am ersten Tag der Woche kam Maria von Magdala zum Grabe - frühmorgens, als es noch dunkel war.
Ø  Maria weinte und beugte sich in das Grab hinein; da sah sie zwei Engeln in weißen Gewändern. Halleluja.
Ø  Als Jesus auferstanden war, am ersten Tag der Woche, erschien er zuerst Maria Magdalena, die er von sieben Dämonen befreit hatte.
Ø  Sie haben meinen Herrn weggenommen, und ich weiß nicht, wohin man ihn gelegt hat.
Ø  Jesus sagte zu ihr: Maria! Da wandte sie sich um und sagte zu ihm: Meister!
Ø  Maria ging und verkündete den Jüngern: Ich habe den Herrn gesehen. Halleluja

Da Maria Magdalena als Sünderin und Büßerin gilt, entstand im 13. Jahrhundert in Deutschland der Orden der Magdalenerinnen, die sich vor allem der Buße widmeten. Dieser Orden ist zwar fast untergegangen, aber es gibt ihn noch heute. Und er hat überhaupt nichts mit dem gleichnamigen Orden aus der Serie „Um Himmels Willen“ zu tun 😉  Auf dieser Seite gibt es ganz unten ein Download, der zum Flyer der Madalenerinnen führt.

Es gibt auch eine Doku über Maria Magdalena: 


Genauso wie es eine Doku über Maria Magdalena gibt, gibt es einen Film über das Leben Jesus, aus der Sicht von Maria Magdalena.  Dieser Film ist auf meinem anderen Blog  zu sehen.

Mittwoch, 12. Juli 2017

In eigener Sache

📹
In nächster Zeit werde ich vermehrt Filme in Zusammenarbeit mit Gerth-Medien vorstellen und zwar auf diesem Blog
Dabei handelt es sich zum Teil um Filme, die erst ganz neu erscheinen werden und nach Möglichkeit Filme, die noch auf keinen Fall bei Youtube zu sehen sind.
Die Filme werden auf alle Fälle am 1. Sonntag im Monat zu sehen sein, vielleicht auch öfters.
Es werden auch einige Filme dabei sein,die hier auf dem Blog erscheinen, da es keine ausgesprochenen Spielfilme sind. Diese werden dann ungefähr Mitte des Monats zu sehen sein, also um den 15 eines jeweiligen Monats herum.

Ihr könnt/Sie können schon gespannt sein

Mittwoch, 5. Juli 2017

Gebetsanliegen des Papstes für Juli

Quelle: Fotolia


Dass unsere Schwestern und Brüder, die den Glauben verloren haben, durch unser Gebet und unser Zeugnis für das Evangelium die barmherzige Nähe des Herrn und die Schönheit des christlichen Lebens wieder entdecken.

Ein Anliegen, welches mir persönlich wichtig ist: Auch für die Priester zu beten. Ich persönlich kenne einen Priester, der nicht nur sein Amt aufgegeben hat, sondern inzwischen bekennender Atheist ist. Beten wir also auch für alle ungläubigen Priester und Ordensleute, alle Theologen oder sonstigen Personen, die den Glauben verkünden, aber selbst nicht glauben.



Mittwoch, 28. Juni 2017

Heiliger Josef-Maria Escrivá

Relief in der Josef-Maria geweihten Kapelle in der Kathedrale in Madrid
Quelle: Joachim Schäfer, Ökumenisches Heiligenlexikon

Josef-Maria Escrivá – den Namen dürften viel schon gehört haben.  Eigentlich lautet der ganze Name Josef-Maria Escrivá de Balaguer y Albás. Es handelt sich hier um den Gründer des Opus Dei, der 1992 seliggesprochen wurde und im Jahre 2002 heiliggesprochen worden ist.
Wer war dieser Mann, an dessen Werk sich die Geister scheiden?
1902 wurde er in in Spanien geboren. Sein Elternhaus war streng katholisch. Es heißt, dass Josef-Maria mit zwei Jahren auf unerklärbare Weise von einer Krankheit geheilt wurde.
Mit 16 Jahren verspürte seine Berufung zum Priester und begann Theologie zu studieren. Zwei Jahre später studierte er außerdem noch Jura. Mit 23 Jahren wurde er schließlich zum Priester geweiht. Er scheint sehr intelligent gewesen zu sein, denn auf der einen Seiter wirkte er als Priester, um seine Mutter und seine Schwestern finanziell zu unterstützen, auf der anderen Seite studierte er weiterhin Jura um zu promovieren. Dies war in Madrid. Gleichzeitig hatte er noch Zeit,  den Ärmsten der Stadt und den Kranken zu dienen.
 Mit erst 26 Jahren gündete Escrivá das Opus Dei. Und man könnte sagen, dass diese Gemeinschaft auch ein Vorläufer für so einige Entscheidungen des 2. Vatikanischen Konzils waren, denn Escrivá rief schon damals eine Bewegung von Laien zusammen.  Sie sollten an ihrem Platz wo sie stehen ein geistliches Leben führen, ihren Alltag heiligen. Später kam noch eine Gemeinschaft von Priestern dazu. – Die Sicht, dass nicht nur Ordensleute und Priester zur Heiligkeit berufen sind, sondern alle, wird im 2. Vatikanischen Konzil erstmals offiziell in der Kirche erwähnt.
Als Auftrag der Opus Dei sah Escrivá mehrere Punkte, die nicht aktueller sein könnten:
*      die Bekämpfung von Liberalismus und Kommunismus
*      die Rettung der Kirche selbst


Hier stelle ich einen englischen Kinderfilm über diesen Heiligen vor.






Mittwoch, 21. Juni 2017

Herz-Jesu-Fest

Quelle: Fotolia


Der Juni gilt als Herz-Jesu- Monat, am Freitag feiern wir das Herz-Jesu-Fest. (Jährlich am Freitag der dritten Woche nach Pfingsten, es ist sogar ein Hochfest.)
Lange konnte ich damit nichts anfangen. Ausschlaggebend dafür waren die Herz-Jesu-Figuren, die man in vielen Kirchen sieht und die auf mich etwas kitschig wirken. Jesus, mit einem großen Herz, auf das er zeigt. Diese Darstellung hat dazu geführt, dass ich eben nichts von dem Fest gehalten habe. Dabei ist es wirklich wertvoll.
Es sagt eben aus, dass Jesus ein Herz für uns hat, alles für uns tut.  Bei Seinem Kreuzestod ist dies offenbar geworden.
Die Texte im Stundenbuch vom Fest lassen einiges erahnen. Hier einige Antiphonen:
-         Mit ewiger Liebe hat uns der Herr geliebt; von der Erde erhöht hat er uns voll Erbarmen an sein Herz gezogen
-         Lernt von mir, denn ich bin gütig und demütig von Herzen; und ihr werden Ruhe finden.
-         Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will euch erquicken.
-         In Seiner barmherzigen Liebe hat uns Gott besucht und seinem Volk Erlösung geschaffen.

Im Gotteslob Nr 464, bzw Evangelischen Gesangsbuch Nr 409 steht dazu ein etwas moderneres Lied: „Gott liebt diese Welt“
Hier kann man die ersten drei  Strophen hören, der Text ist unten angegeben. Das Lied hat im GL aber acht Strophen, daher möchte ich Strophe 4-7 hier wiedergeben. Die 8. Strophe ist die gleiche, wie die 1. Strophe.
v  Gott liebt diese Welt. Ihre Dunkelheiten hat er selbst erhellt. Im Zenit der Zeiten kam sein Sohn zur Welt
v  Gott liebt diese Welt. Durch des Sohnes Sterben hat er uns bestellt zu des Reiches Erben. Gott erneut die Welt.
v  Gott liebt diese Welt. In den Todesbanden keine Macht ihn hält, Christus ist erstanden: Leben für die Welt.
v  Gott liebt diese Welt. Er wird wiederkommen, wann es ihm gefällt, nicht nur für die Frommen, nein für alle Welt.

 Und hier noch eine Predigt von Pfarrer Johannes Kreier: 





Mittwoch, 14. Juni 2017

Fronleichnam

Und wieder feiern wir - wie jedes Jahr - Fronleichnam. Morgen ist es so weit.
Die Gläubigen werden für den Glauben auf die Straße gehen, in einer "Demonstation" zeigen, an was sie glauben
Da ich schon einmal ausführlich einen Beitrag zu Fronleichnam hatte, nun eine Predigt von Pfarrer Johannes Kreier: 





Das Stundengebet hat wunderbare Antiphonen zu diesem Fest. Die Texte dazu kann man hier  lesen. Es gibt die Texte der Laudes wieder. zu den anderen Texten rechts auf die jeweiligen Gebetszeiten klicken.



Mittwoch, 7. Juni 2017

Die Seherkinder von Fatima

Jacinta Marto (links), ihre Kusine Lucia de Jesus und ihr Vetter Francisco, aufgenommen von zur Zeit der Erscheinungen, Foto im Informationszentrum des Santuarios
Quelle: Ökumensiches Heiligenlexikon

Am 13. Mai dieses Jahres jährte sich zum hundertsten Mal die Marienerscheinung in Fatima. Aus diesem  Anlass sprach Papst Franziskus am 13. Mai auch die beiden Seherkinder Jacinta und Francisco heilig. 
Papst Johannes Paul II sprach die beiden schon im Jahre 2005 selig. Kurz vorher starb im gleichen Jahr  Sr. Maria Lucia, die dritte der Seherkinder.
Was wissen wir von den dreien?
Alle drei besuchten keine Schule und mussten Schafe hüten. Schon im Jahre 1916 hatten sie drei Engelerscheinungen und eine Marienerscheinung. – Über die Marienerscheinungen weiß die ganze Welt gut Bescheid – Hier habe ich den Film darüber gepostet: 



Lucia im Habit der Dorotheenschwestern mit dem Bischof von Leira, Dom Josè Alvez Correia da Silva, der sie zur Niederschrift der dritten Offenbarung, des „Geheimnis von Fatima”, anleitete
Quelle: Ökumenische Heiligenlexikon

 Am meisten ist wahrscheinlich von Lucia bekannt, die sehr lange lebte. Sie wurde im Jahre 1907 geboren, war also zum Zeitpunkt der Erscheinungen zehn Jahre alt. Mit erst 14 Jahren trat sie in Porto in das Kolleg der Dorotheenschwestern ein und schloss sich dann später in Spanien den Dorotheenschwestern  an. Sie lebte 17 Jahre bei diesen Schwestern, hatte auch nochmals Marienerscheinungen. Auf Wunsch des Bischofs von Leira (siehe Foto oben)  schrieb sie in dieser Zeit das dritte Geheimnis auf
 Nach 17 Jahren in dieser Gemeinschaft wurde Lucia dann Karmelitin in Coimbra.  Sie darf aber 1967, zum 50. Jahrestag der Erscheinungen nach Fatima, in der Zeit, in der Papst Paul VI auch dort war, ebenso  am 13. Mai 1982, als Papst Johannes Paul II dort weilte
Drei Jahre nach ihrem Tode eröffnete Papst Benedikt XVI den Seligsprechungsprozess. Sie ist also verehrungswürdig, ihr Gedenktag ist der  13. Februar. 



Francisco, fotografiert zur Zeit der Erscheinungen
Quelle: Ökumenisches Heiligenlexikon

Von Francisco ist nicht so viel bekannt. Er war der Cousin von Lucia und Bruder von Jacinta. Geboren wurde er 1908, mit zehn Jahren erkrankte er an der Spanischen Grippe, die in dieser Zeit Millionen von Opfern forderte. Am 04. April 1909 starb Francisco einen Tag nach seiner Erstkommunion  an dieser Grippe.  Dieser Tag ist auch sein Gedenktag

Jacinta (auf dem obersten Bild ganz links) war die Jüngste. Sie wurde 1910 geboren . Sie gab einiges von dem, was die Muttergottes sagte weiter. Die Oberin eines Kinderheimes berichtet zwei Sätze, die Jacinta gesagt hatte:
„Der Ungehorsam von Priestern und Ordensleuten gegen die eigenen Oberen und gegen den Heiligen Vater missfällt dem Heiland sehr.“
„Die Priester sollten sich nur mit den Angelegenheiten der Kirche und der Seelen beschäftigen.“
Von Jacinta ist auch bekannt, dass sie sowohl ihr eigenes Schicksal verschiedenen Leuten voraussagte, als auch einem Arzt der sie behandelte, dessen Tod.
Wie Francisco erkrankte Jacinta an der Spanischen Grippe. Zunächst erholte sie sich wieder, starb aber dann am 20 Februar 1920 nach einer langen, schmerzvollen Krankheit (wahrscheinlich Rippenfellentzündung), in einem Krankenhaus. Sie wurde wegen der Entzündung operiert. 
 Zusammen mit ihrem Bruder wurde sie am 13. Mai   2000 von Papst Johannes Paul II seliggesprochen und dieses Jahr am 13. Mai -  auch zusammen mit ihrem Bruder -  von Papst Franziskus heiliggesprochen.
Jacinta ist Patronin von Kranken, Gefangenen, und denjenigen, die wegen ihres Glaubens verfolgt werden. (Was in der heutigen Zeit gar nicht so wenige Menschen sind)