Mittwoch, 24. Mai 2017

Beten für....


 Am heutigen Mittwoch ist Gebetstag für die Kirche in China. 
Papst Benedikt hat diesen Gebetstag 2007 eingeführt, er ist immer am  24. Mai. In China wird an diesem Tag liturgisch der Gedenktag der Allerseligsten Jungfrau Maria gefeiert, die den Gläubigen in China im Marienheiligtum von She-Shan in Shanghai als "Hilfe der Christen verehrt wird. Bitte im Gebet an China denken.

🙏

Gleichzeitig fängt Morgen, an Christi Himmelfahrt die Novene zu Pfingsten an. Man braucht ja nicht ganz lange Texte beten, aber einfach in einem bestimmten Anliegen.
Vielleicht einfach für (einen) Menschen, mit denen man Probleme hat, oder für eine problematische Situation, sei es eine persönliche, oder im Hinblick auf die (Welt-) Politik, auf Terror, Verbrechen... Im Vertrauen auf den Heiligen Geist dürfen wir bitten.

Mittwoch, 17. Mai 2017

Fatima....

Eigentlich wollte ich über die neuen Heiligen einen  Bericht schreiben. Mir fehlte leider die Zeit. Daher hier einfach ein ganz kurzes Video: 




Und noch eine tolle Predigt von Pfarrer Johannes Kreier: 




Mittwoch, 10. Mai 2017

Der Jünger, der Jesus liebte

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Quelle: Fotolia



Gerade in der Fastenzeit und erst Recht in der  Osterzeit hören wir immer wieder vom Jünger, den Jesus liebte, bzw. vom Jünger, der Jesus liebte. Es heißt immer, damit ist der Apostel Johannes gemeint und damit wird es bei vielen schon abgetan, es wird nicht weiter darüber nachgedacht.
Während meines Studiums interpretierte es ein Dozent noch anders. Er sagte, dass mit dem Jünger, den Jesus liebt, jeder einzelne von uns gemeint ist.
Wenn dem so ist, wie sollen wir dann handeln? Und: Was sagt die Bibel dazu:

Ich habe lange überlegt, welches wohl die wichtigste Stelle ist und fange mit der Stelle an, die ich als die wichtigste empfinde:
Es ist Joh 19: 26f:  Þ Jesus wurde gekreuzigt, vom Kreuz herab gibt er seiner Mutter den Jünger zum Sohn und umgekehrt.
Auf der einen Seite heißt dies für uns, bis unter dem Kreuz  auszuharren und dann ist uns hier Maria als Mutter gegeben worden. Das heißt, wir dürfen uns an Maria wenden.
Zum Thema Kreuz und Jünger gibt es in Der Bibel noch zwei weitere Stellen. Sowohl bei Mt 16,24, als auch bei Lk 9,23 zu lesen ist. Es heißt hier: „Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.“ Und bei Lk 14,27 heißt es weiter: „Wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolgt, der kann nicht mein Jünger sein.“
Wenn auch nicht das Kreuz genannt wird, verweist Mt 10,25 im Prinzip auch darauf hin, dass wir das Kreuz tragen sollen und was auf uns zukommen kann. Hier steht: „Der Jünger muss sich damit begnügen, dass es ihm geht wie seinem Meister.“
Wenn man dies so liest, kann einem schon manchmal ganz anders werden. Es kann ein Trost sein, dass wir hier Maria an unserer Seite wissen können.

Auch den Schluss des Johannesevangeliums finde ich wichtig, auch wenn hier nicht ausdrücklich das Wort Jünger gebraucht wird. Wenn man davon ausgeht, dass der Jünger, der Jesus liebte, dieses Evangelium geschrieben hat und wir alle Jünger sein sollen, die Jesus lieben, dann ist es sehr relevant.  Es heißt da bei Joh 21,24: „Dieser Jünger ist es, der das alles bezeugt, und der es aufgeschrieben hat; und wir wissen, dass sein Zeugnis wahr ist.
Für uns könnte dies sozusagen „übersetzt“ heißen: Wir sollen das Evangelium weitergeben, sollen immer wieder von der Wahrheit Zeugnis geben. Dies gehört zum Jünger-Sein dazu.

Wichtig ist nicht nur, dass der Jünger Jesus liebt, sondern auch die Liebe untereinander.  So heißt es bei Joh 13, 35:  „Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid: Wenn ihr einander liebt.“
Hier wieder die Übersetzung: Auch wenn ich den anderen eigentlich nicht leiden kann, er aber sein Christ-Sein auch bewusst lebt. Es geht nicht, dass wir uns einander bekämpfen. Es sollte zumindest möglich sein, sich zu achten.


Ich habe noch einige andere Stellen gefunden, die etwas zum Jünger-Sein aussagen. Diese wenige sollen reichen, denn daran kann man ganz schön „zu knabbern“ haben.

Mittwoch, 3. Mai 2017

Gebetsanliegen des Papstes für Mai



Für die Christen in Afrika:
Dass sie nach dem Beispiel des barmherzigen Jesus ein prophetisches Zeugnis für Versöhnung, Gerechtigkeit und Frieden geben.


Mittwoch, 26. April 2017

Heiliger Evangelist Markus

Quelle: Fotolia


Gestern feierte die römisch-katholische Kirche (und die meisten anderen Konfessionen) das Fest der Heiligen Evangelisten Markus, den Verfasser des ältesten Evangeliums in der Bibel. In Libyen ist sein Gedenktag sogar ein Hochfest.
Eigentlich war Markus nur der Beiname, er hieß Johannes Markus. Je nach Bibelausgabe kann man über ihn drei- bis siebenmal  lesen, immer in der Apostelgeschichte. Am häufigsten erfahren wir in der Übersetzung „Neues Leben“ von ihm.
 In der Apostelgeschichte ist über ihn zu erfahren, dass seine Mutter, die auch schon Christin war, Maria hieß.   Markus wurde von Barnabas und Paulus auf mindestens einer Missionsreise mitgenommen, er war ihr Gehilfe. In Perge trennten sich die beiden von  Markus. Barnabas wollte noch eine weitere Reise mit  Markus machen, aber Paulus war dagegen, weil er sich von ihm in Pamphylien  im Stich gelassen fühlte. So segelten Barnabas und Markus nach Zypern.
Auch aus Briefen von Paulus und Petrus ist einiges über Markus zu erfahren: Er war wohl der Cousin von Barnabas. Auch hat Paulus sich später wieder mit ihm versöhnt und nannte ihn einen guten Helfer.
Für Petrus war Markus wie ein Sohn geworden.
Hierdurch wissen wir auch, von wem Markus sein Wissen hat: Von Paulus und Barnabas. Es wird aber auch davon ausgegangen, dass er noch eine andere Quelle für sein Evangelium zur Hand hatte.

Die weiteren Berichte über Markus sind wohl Vermutungen: Das letzte Abendmahl Jesu soll im Hause seiner Mutter sattgefunden haben. Markus ist durch Petrus zum Glauben gekommen und hat nach verschiedenen Aussagen seine Predigten aufgeschrieben.

Wie fast alle Heiligen, ist auch Markus Patron. Allen dürfte bekannt sein, dass er Patron von Venedig ist, aber auch der Insel Reichenau.
Unter anderem ist Markus auch Patron gegen einen unbußfertigen oder jähen Tod. So kann man ihn für Personen anrufen, von denen man vermutet, dass erstes eintrifft.

Es wird vermutet, dass Markus in Alexandrien die koptische Kirche gründete. – Es ist also kein Wunder, dass Papst Franziskus gerade zu dieser Zeit in Ägypten weilt.


Zum Abschluss noch eine kurze Predigt von Johannes Kreier zum Evangelisten: 



Mittwoch, 19. April 2017

Regina coeli




 In der Osterzeit wird anstatt des „Engel des Herrn“ das Regina Coeli gebetet. Hier zunächst einmal eine ältere Version:

O Himmelskönigin, frohlocke, Halleluja.
Denn er, den Du zu tragen würdig warst, Halleluja,
ist erstanden, wie er sagte, Halleluja.
Bitt Gott für uns, Maria. Halleluja!


Bekannt dürfte die nächste sein, so wie diese in den Gemeinden gebetet wird:

Freu dich, du Himmelskönigin, Halleluja!
Den du zu tragen würdig warst, Halleluja,
er ist auferstanden, wie er gesagt hat, Halleluja.
Bitt Gott für uns, Halleluja.
Freu dich und frohlocke, Jungfrau Maria, Halleluja,
denn der Herr ist wahrhaft auferstanden, Halleluja.

Der Abschluss ist etwas anders, als beim Engel des Herrn, dieser lautet: 
Allmächtiger Gott, 
durch die Auferstehung deines Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus, hast du die Welt mit Jubel erfüllt. Lass uns durch seine jungfräuliche Mutter Maria zur unvergänglichen Osterfreude gelangen. Darum bitten wir, durch Christus unsern Herrn.

Mittwoch, 12. April 2017

Kreuzweg

Quelle: Fotolia

1.       Station
Jesus  wird zum Tode verurteilt
Unschuldig steht ER da.
Angeklagt, wegen unserer Sünden!
Verurteilt, wegen unserer Sünden!
Unschuldig steht ER da – und lässt sich durch unsere Schuld verurteilen – verurteilen zum Tode.

2.      Station
Jesus nimmt das Kreuz auf seine Schultern
Die Last der ganzen Welt nimmt Jesus auf sich. Das Kreuz jedes einzelnen Menschen, angefangen von Adam, bis hin zu den noch kommenden Generationen.
Eine schwere Last, doch Jesus trägt sie, trägt all unsere Sünden auf seinen Schultern.

3.      Station
Jesus fällt zum ersten Mal unter dem Kreuz
Unsere Sünden lasten schwer; selbst für Jesus zu schwer. Er bricht unter dieser schweren Schuld zusammen, liegt auf dem Boden.
Und trotzdem: ER will diesen Weg für uns gehen. Jesus steht wieder unter der Last auf, geht den Weg für uns weiter.

4.      Station
Jesus begegnet seiner Mutter
Maria, die Mutter Jesu, geht auf Seinem Kreuzweg mit. So, wie sie IHN bis jetzt begleitet hat, begleitet sie Jesus auch im Leid und leidet mit. So trägt auch sie ein Stück der Last der ganzen Menschheit.

  1. Station
Simon von Zyrene hilft Jesus das Kreuz tragen.
Schwer ist die Sünde der Welt. – Jesus braucht Hilfe, um all die Schuld tragen zu können. Nicht einer aus dem eigenen Volk hilft ihm dabei, sondern ein Ausländer „Gastarbeiter“, einer, der nichts für das Volk zählt. Er, Simon von Zyrene, ist bereit zu helfen um diese schwere Last zu tragen.

  1. Station
Veronika reicht Jesus das Schweißtuch
Eine Frau ist es, die Jesus das Leiden leichter machen will. Eine Frau aus der Menge. Sie bekennt sich zu Jesus ohne Furcht, gibt IHM das Tuch, um darin Seine Angst und Sein Leid, Seine Last, die im Tuch sichtbar werden, etwas abzuwischen.
Veronika hat den Mut etwas Leid von Jesus zu nehmen. Sie steht zu IHM, trotz der tobenden Menge, die sie umgibt.

  1. Station
Jesus fällt zum zweiten Mal unter dem Kreuz
Trotz aller Erleichterungen, die Jesus angeboten werden, fällt er wieder unter dem Kreuz zusammen, werden die Sünden – unsere Sünden – IHM zu groß. Unfassbar und eigentlich unmenschlich, was ER freiwillig für uns aufgenommen hat.
Unfassbar – wegen der großen Last der Sünden.
Unmenschlich – weil dieses Leid, diese Grausamkeit keinem Menschen zugemutet werden kann. Doch diese unbegreifliche Tat will ER für uns vollbringen.

  1. Station
Jesus begegnet den weinenden Frauen
Wieder sind es Frauen, die zeigen, dass sie zu Jesus stehen. Sie weinen um all das, was ER tragen; ertragen muss.
„Weint nicht um mich, sondern um euch und eure Kinder“
Wenn Jesus das sagt, weist er darauf hin: Es ist unsere Schuld, die ER da trägt. Wir haben IHM all diese Last aufgetragen.

  1. Station
Jesus fällt zum dritten Mal unter dem Kreuz
Zum wiederholten Male fällt Jesus unter dem Kreuze, bricht ER zusammen Doch ER steht wieder auf; nimmt alle Sünden auf, die wir immer wiederholen, trägt diese Last, all die Sünden weiter, geht diesen Weg für uns.

  1. Station
Jesus wird Seiner Kleider beraubt
Nicht nur, dass Jesus den Weg bis zur Stätte Seiner Hinrichtung die Schuld der Welt tragen muss, ER wird auch noch im wahrsten Sinne des Wortes entblößt. – Die Soldaten würfeln um Seine Kleider. Nackt steht ER nun da; ungeschützt, entblößt, den anderen so ausgeliefert. – So wird durch Spott und Hohn noch mehr Schuld auf IHN geladen.

  1. Station
Jesus wird an das Kreuz genagelt
Laut ist jeder Schlag zu hören, mit dem Jesus ans Kreuz genagelt wird. In den Nägeln stecken Vorurteile, Lüge, Neid, Missgunst, Egoismus… - und all unsere anderen Laster. Mia all diesen Bosheiten wird Jesus festgenagelt. – Schmerzen, die unerträglich sind.

  1. Station
Jesus stirbt am Kreuz
Durch die unerträgliche Schuld und diese Schmerzen fühlt sich Jesus verlassen. ER ruft aus: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Und einige Augenblicke vor dem Tode: „Es ist vollbracht. – Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist.“ ER weiß, dass es Gottes Wille war, die Menschheit durch diesen Tod zu erlösen. Deshalb hat ER sich freiwillig hingegeben, hat für uns dieses JA zum Willen des Vaters gesprochen, ist für uns das Opferlamm geworden, das sich schlachten ließ.
  1. Station
Jesus wird vom Kreuz genommen und in den Schoß Seiner Mutter gelegt
All den Schmerz von Jesus musste Maria Miterleiden. Seinen ganzen Weg ist sie mit IHM gegangen. Und jetzt hält sie ihren toten Sohn in ihren Armen. Voller Schmerz ist sie; sie leidet noch immer, als ob sie diesen Kreuzweg hätte erdulden müssen. Nun ist ihr nur der Leichnam ihres Sohnes geblieben.

  1. Station
Der heilige Leichnam Jesu wird in das Grab gelegt
Eine letzte Ehre wird dem geschundenem Leichnam noch gewährt: ER wird in ein Grab gelebt. Dort wir ER ruhen; dort wer ER, Jesus, uns zeigen, dass ER Christus ist, dass ER die Macht hat, den Tod zu überwinden.

G.R. April 1993