Mittwoch, 26. April 2017

Heiliger Evangelist Markus

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Gestern feierte die römisch-katholische Kirche (und die meisten anderen Konfessionen) das Fest der Heiligen Evangelisten Markus, den Verfasser des ältesten Evangeliums in der Bibel. In Libyen ist sein Gedenktag sogar ein Hochfest.
Eigentlich war Markus nur der Beiname, er hieß Johannes Markus. Je nach Bibelausgabe kann man über ihn drei- bis siebenmal  lesen, immer in der Apostelgeschichte. Am häufigsten erfahren wir in der Übersetzung „Neues Leben“ von ihm.
 In der Apostelgeschichte ist über ihn zu erfahren, dass seine Mutter, die auch schon Christin war, Maria hieß.   Markus wurde von Barnabas und Paulus auf mindestens einer Missionsreise mitgenommen, er war ihr Gehilfe. In Perge trennten sich die beiden von  Markus. Barnabas wollte noch eine weitere Reise mit  Markus machen, aber Paulus war dagegen, weil er sich von ihm in Pamphylien  im Stich gelassen fühlte. So segelten Barnabas und Markus nach Zypern.
Auch aus Briefen von Paulus und Petrus ist einiges über Markus zu erfahren: Er war wohl der Cousin von Barnabas. Auch hat Paulus sich später wieder mit ihm versöhnt und nannte ihn einen guten Helfer.
Für Petrus war Markus wie ein Sohn geworden.
Hierdurch wissen wir auch, von wem Markus sein Wissen hat: Von Paulus und Barnabas. Es wird aber auch davon ausgegangen, dass er noch eine andere Quelle für sein Evangelium zur Hand hatte.

Die weiteren Berichte über Markus sind wohl Vermutungen: Das letzte Abendmahl Jesu soll im Hause seiner Mutter sattgefunden haben. Markus ist durch Petrus zum Glauben gekommen und hat nach verschiedenen Aussagen seine Predigten aufgeschrieben.

Wie fast alle Heiligen, ist auch Markus Patron. Allen dürfte bekannt sein, dass er Patron von Venedig ist, aber auch der Insel Reichenau.
Unter anderem ist Markus auch Patron gegen einen unbußfertigen oder jähen Tod. So kann man ihn für Personen anrufen, von denen man vermutet, dass erstes eintrifft.

Es wird vermutet, dass Markus in Alexandrien die koptische Kirche gründete. – Es ist also kein Wunder, dass Papst Franziskus gerade zu dieser Zeit in Ägypten weilt.


Zum Abschluss noch eine kurze Predigt von Johannes Kreier zum Evangelisten: 



Mittwoch, 19. April 2017

Regina coeli




 In der Osterzeit wird anstatt des „Engel des Herrn“ das Regina Coeli gebetet. Hier zunächst einmal eine ältere Version:

O Himmelskönigin, frohlocke, Halleluja.
Denn er, den Du zu tragen würdig warst, Halleluja,
ist erstanden, wie er sagte, Halleluja.
Bitt Gott für uns, Maria. Halleluja!


Bekannt dürfte die nächste sein, so wie diese in den Gemeinden gebetet wird:

Freu dich, du Himmelskönigin, Halleluja!
Den du zu tragen würdig warst, Halleluja,
er ist auferstanden, wie er gesagt hat, Halleluja.
Bitt Gott für uns, Halleluja.
Freu dich und frohlocke, Jungfrau Maria, Halleluja,
denn der Herr ist wahrhaft auferstanden, Halleluja.

Der Abschluss ist etwas anders, als beim Engel des Herrn, dieser lautet: 
Allmächtiger Gott, 
durch die Auferstehung deines Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus, hast du die Welt mit Jubel erfüllt. Lass uns durch seine jungfräuliche Mutter Maria zur unvergänglichen Osterfreude gelangen. Darum bitten wir, durch Christus unsern Herrn.

Mittwoch, 12. April 2017

Kreuzweg

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1.       Station
Jesus  wird zum Tode verurteilt
Unschuldig steht ER da.
Angeklagt, wegen unserer Sünden!
Verurteilt, wegen unserer Sünden!
Unschuldig steht ER da – und lässt sich durch unsere Schuld verurteilen – verurteilen zum Tode.

2.      Station
Jesus nimmt das Kreuz auf seine Schultern
Die Last der ganzen Welt nimmt Jesus auf sich. Das Kreuz jedes einzelnen Menschen, angefangen von Adam, bis hin zu den noch kommenden Generationen.
Eine schwere Last, doch Jesus trägt sie, trägt all unsere Sünden auf seinen Schultern.

3.      Station
Jesus fällt zum ersten Mal unter dem Kreuz
Unsere Sünden lasten schwer; selbst für Jesus zu schwer. Er bricht unter dieser schweren Schuld zusammen, liegt auf dem Boden.
Und trotzdem: ER will diesen Weg für uns gehen. Jesus steht wieder unter der Last auf, geht den Weg für uns weiter.

4.      Station
Jesus begegnet seiner Mutter
Maria, die Mutter Jesu, geht auf Seinem Kreuzweg mit. So, wie sie IHN bis jetzt begleitet hat, begleitet sie Jesus auch im Leid und leidet mit. So trägt auch sie ein Stück der Last der ganzen Menschheit.

  1. Station
Simon von Zyrene hilft Jesus das Kreuz tragen.
Schwer ist die Sünde der Welt. – Jesus braucht Hilfe, um all die Schuld tragen zu können. Nicht einer aus dem eigenen Volk hilft ihm dabei, sondern ein Ausländer „Gastarbeiter“, einer, der nichts für das Volk zählt. Er, Simon von Zyrene, ist bereit zu helfen um diese schwere Last zu tragen.

  1. Station
Veronika reicht Jesus das Schweißtuch
Eine Frau ist es, die Jesus das Leiden leichter machen will. Eine Frau aus der Menge. Sie bekennt sich zu Jesus ohne Furcht, gibt IHM das Tuch, um darin Seine Angst und Sein Leid, Seine Last, die im Tuch sichtbar werden, etwas abzuwischen.
Veronika hat den Mut etwas Leid von Jesus zu nehmen. Sie steht zu IHM, trotz der tobenden Menge, die sie umgibt.

  1. Station
Jesus fällt zum zweiten Mal unter dem Kreuz
Trotz aller Erleichterungen, die Jesus angeboten werden, fällt er wieder unter dem Kreuz zusammen, werden die Sünden – unsere Sünden – IHM zu groß. Unfassbar und eigentlich unmenschlich, was ER freiwillig für uns aufgenommen hat.
Unfassbar – wegen der großen Last der Sünden.
Unmenschlich – weil dieses Leid, diese Grausamkeit keinem Menschen zugemutet werden kann. Doch diese unbegreifliche Tat will ER für uns vollbringen.

  1. Station
Jesus begegnet den weinenden Frauen
Wieder sind es Frauen, die zeigen, dass sie zu Jesus stehen. Sie weinen um all das, was ER tragen; ertragen muss.
„Weint nicht um mich, sondern um euch und eure Kinder“
Wenn Jesus das sagt, weist er darauf hin: Es ist unsere Schuld, die ER da trägt. Wir haben IHM all diese Last aufgetragen.

  1. Station
Jesus fällt zum dritten Mal unter dem Kreuz
Zum wiederholten Male fällt Jesus unter dem Kreuze, bricht ER zusammen Doch ER steht wieder auf; nimmt alle Sünden auf, die wir immer wiederholen, trägt diese Last, all die Sünden weiter, geht diesen Weg für uns.

  1. Station
Jesus wird Seiner Kleider beraubt
Nicht nur, dass Jesus den Weg bis zur Stätte Seiner Hinrichtung die Schuld der Welt tragen muss, ER wird auch noch im wahrsten Sinne des Wortes entblößt. – Die Soldaten würfeln um Seine Kleider. Nackt steht ER nun da; ungeschützt, entblößt, den anderen so ausgeliefert. – So wird durch Spott und Hohn noch mehr Schuld auf IHN geladen.

  1. Station
Jesus wird an das Kreuz genagelt
Laut ist jeder Schlag zu hören, mit dem Jesus ans Kreuz genagelt wird. In den Nägeln stecken Vorurteile, Lüge, Neid, Missgunst, Egoismus… - und all unsere anderen Laster. Mia all diesen Bosheiten wird Jesus festgenagelt. – Schmerzen, die unerträglich sind.

  1. Station
Jesus stirbt am Kreuz
Durch die unerträgliche Schuld und diese Schmerzen fühlt sich Jesus verlassen. ER ruft aus: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Und einige Augenblicke vor dem Tode: „Es ist vollbracht. – Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist.“ ER weiß, dass es Gottes Wille war, die Menschheit durch diesen Tod zu erlösen. Deshalb hat ER sich freiwillig hingegeben, hat für uns dieses JA zum Willen des Vaters gesprochen, ist für uns das Opferlamm geworden, das sich schlachten ließ.
  1. Station
Jesus wird vom Kreuz genommen und in den Schoß Seiner Mutter gelegt
All den Schmerz von Jesus musste Maria Miterleiden. Seinen ganzen Weg ist sie mit IHM gegangen. Und jetzt hält sie ihren toten Sohn in ihren Armen. Voller Schmerz ist sie; sie leidet noch immer, als ob sie diesen Kreuzweg hätte erdulden müssen. Nun ist ihr nur der Leichnam ihres Sohnes geblieben.

  1. Station
Der heilige Leichnam Jesu wird in das Grab gelegt
Eine letzte Ehre wird dem geschundenem Leichnam noch gewährt: ER wird in ein Grab gelebt. Dort wir ER ruhen; dort wer ER, Jesus, uns zeigen, dass ER Christus ist, dass ER die Macht hat, den Tod zu überwinden.

G.R. April 1993




Mittwoch, 5. April 2017

Der ultimative Kick

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 Vor ein paar Tagen war ich mit meinen Patenkinder auf dem Rummel. Sie suchten nach dem „ultimativen“ Kick. Eine der Mädchen erzählte mir, dass sie mit einem Gefährt, welches sehr schnell ist, immer und immer wieder gefahren war, obwohl sie Angst hatte. Zudem darf man aus Sicherheitsgründen nur ab einer bestimmten Größe das Gerät besteigen. Nicht nur mein Patenkind suchte dort den ultimativen Kick.

Kann nicht auch der Glaube der Anstoß für diesen ultimativen Kick sein? Der ultimative Kick, den wir gerne verdrängen? Der Vergleich hinkt zwar aber ich möchte einfach mal das Christentum als ultimativen Kick bezeichnen. Warum?
Wer es ernst mit dem Glauben nimmt, der geht ganz selbstverständlich am Sonntag in den Gottesdienst. Und: Das braucht keinem peinlich sein. Nein, sage allen deinen Freunden, dass dir der Gottesdienst wichtig ist, dass dies am Sonntag dein Mittelpunkt ist. Da gibt es schon genügend, die Angst haben, ausgelacht zu werden, also der erste Kick.
Wie oft hört man grenzwertige Witze, oder gar blasphemische Witze – auch hier sich trauen, den Mund aufzumachen.
Noch etwas mehr geht es, wenn wir Freunden, Bekannten… nicht nur sagen, dass wir für sie beten, sondern auch noch zu den Gottesdiensten einladen. Sei es eine einfache Andacht, oder die Heilige Messe. Zeigen wir ihnen, dass die Kirche nicht einfach ein Kulturgebäude ist.
Bewusst vor Touristen, die nichts mit den Glauben zu tun haben wollen, die Kniebeuge machen, sich mit Weihwasser bekreuzigen.

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Man kann aber auch bei den Leuten beginnen, die von sich sagen, dass sie Christen sind. – Wenn man in der Kirche ist und beten möchte ruhig darauf hinweisen, dass nicht laut gesprochen werden soll, dass Rücksicht auf die Beter genommen werden soll.
Oder wie wäre es, wenn wir mit ihnen über die Bibel diskutieren? Es gibt mehr als genug Christen, die nicht an Wunder glauben und die Bibel nur symbolhaft sehen, ja sogar manche Inhalte ablehnen
Oder gar dazu einladen, das Sakrament der Versöhnung zu empfangen! – Dazu müssen wir selbst aber auch bereit sein, regelmäßig zu beichten.

Wichtig ist dabei aber auch immer, beten, was hier wirklich Gottes Wille ist. Sicher kann der ein oder andere noch ein weiteres Beispiel nennen.

Wem es trotzdem zu viel ist: Denkt daran, wie viele Christen auf der ganzen Welt sterben müssen, weil sie sich zum Christentum bekennen. Und da wollen wir leise sein?

Noch ein Nachtrag: Als ich den Inhalt schon vor mir hatte, hat ein älterer Priester davon gepredigt, wie wir es mit dem Glauben halten, nur ja den Mund zu machen und den Ball flach halten. Nur ja nichts sagen, weil wir anecken könnten. Er fand es nicht richtig.


 🙏




Mittwoch, 29. März 2017

Der Engel des Herrn



Drei Mal täglich wird „Der Engel des Herrn“ gebetet.
Wird das Gebet von uns noch bewusst gebetet? Achten wir noch auf die Wortwahl und wissen, warum es so und nicht anders formuliert wurde?

Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft

Nicht ein Engel, nicht irgendein Engel. Nein, es ist DER Engel des Herrn. Gott selbst hat diesen gesendet
Und weiter: Nicht, brachte eine Botschaft, sondern DIE Botschaft schlechthin. Gott wollte seinen Sohn zur Erde senden und suchte dafür eine Frau. In Maria fand Er sie.


Und sie empfing vom Heiligen Geist

Heiliger Geist, Geist… nicht wenige haben mit diesem Begriff Schwierigkeiten. Kinder gar verwechseln Geist mit Gespenst.
Aber wir sagen auch: Und hat etwas begeistert. Ein Fanverein…lebt aus dem Geist einer bestimmten Person, möchte nachahmen usw.
Manche Übersetzungen wählen auch: Geist Gottes
Eines ist gewiss: Der Versuch, Heiliger Geist so zu erklären, bleibt immer Stückwerk.

Maria sprach: Siehe, ich bin die Magd des Herrn

Hier wieder: Nicht eine Magd, sondern DIE Magd des Herrn.
Wenn wir über uns sprechen, können wir vielleicht sagen: „Ich bin eine Magd/ ein Knecht des Herrn, will es zumindest sein.
Doch hier wird vielmehr ausgedrückt, denn Maria hat sich bereit erklärt, Gottes Sohn zur Welt zu bringen
Das Wort Magd ist ein altes Wort. Viele verstehen es nicht mehr. Oft wird es verbunden mit den früheren Zeiten, bei denen es noch Magd/Knecht auf einen Hof gab. Schaut man sich Synonyme an, gibt es kaum eines, welche hier zutreffen könnte. Am ehesten noch Dienerin
Knecht wird sogar noch mit Sklave übersetzt. (Für Männer, die dies lesen und sich als Knecht sehen. Könnte man da nicht auch Magd als Sklavin übersetzten? Jemand, der Gott ganz und gar gehört, gehören will?

Mir geschehe nach deinem Wort.

Nicht Maria macht, tut, handelt… Sie lässt geschehen. Lässt sich ganz auf Gott ein. Maria stellt sich Gott zur Verfügung und überlässt sich dann seinem Willen.
„Hier bin ich, ich stehe dir zur Verfügung – mache mit mir, was du willst.“ So könnten wir heute beten, wenn es uns betrifft

Und das Wort ist Fleisch geworden

Es ist ein Satz  aus dem Prolog des Johannesevangeliums und deutet auf den ersten Satz der Bibel hin: „Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde“ Aber es kann hier noch mehr Bedeutungen haben: Das Wort, welches immer wieder verkündet wurde, vom Kommen des Messias, dass Gott seinen Sohn senden wird. Und vor allem auch: Maria gab ihr Wort, willigte damit ganz und gar ein, dass Gottes Sohn Mensch werden kann.

Und hat unter uns gewohnt.
Jesus Christus, Gott-Sohn war ein Mensch wie wir. Er erniedrigte sich, kam in unsere Welt, um mit uns zu leben, einer von uns zu werden. Gibt es ein schöneres Geschenk?

Er hat sich dann aber auch für uns hingegeben, ist in den Tod gegangen, um uns zu erlösen, durch Seine Auferstehung

Mittwoch, 22. März 2017

Jona- Prophet wider Willen

Er ist eigentlich eine tragische Figur: Der Prophet Jona.

Jona, aus dem Steinhövelfenster, Speyer 1280, in der Stadtkirche St. Dionysius in Esslingen
Quelle: Ökumenisches Heiligenlexikon


Nur vier Kapitel hat das Buch Jona. Es lohnt sich also, dieses einmal durchzulesen. – Aber dann bitte nicht beim Durchlesen stehenbleiben, sondern sich auch Fragen stellen.
Für die Vorbereitung dieses Eintrags, habe ich mir die wörtliche Übersetzung auf Deutsch angesehen. (-> Ich besitze die Thora in Hebräisch-Deutsch, gedruckt in Tel Aviv. Also vom Originaltext übersetzt.)

Gott sucht sich Jona als Propheten aus, weil in Ninive so viele Schlechtigkeit herrscht. In der Übersetzung heißt es: „… rufe Wehe über sie,denn ihre Bosheit ist heraufgestiegen vor mich.“ Und was macht Jona? Er flieht, „hinweg vor dem Angesichte des Ewigen.“
Geht es nicht auch uns manchmal so, dass wir Gott ausweichen, genau den anderen Weg einschlagen wollen? Mit Absicht genau das Gegenteil tun wollen. Hoffen, dass Gott uns in Ruhe lässt?

Gott sieht natürlich alles, er weiß, wo Jona ist. – Und er möchte ihn immer noch als Propheten haben. So sendet Er einen Sturm. Jona weiß, dass es ihm gilt. Selbst auf seiner Flucht kann Gott durch ihn noch etwas bewirken, denn die Seeleute glauben schließlich an Gott.
Sind wir uns dessen bewusst, dass Gott uns auch gebrauchen will, wenn wir vor im Weglaufen? Dass wir selbst in solchen Situationen ein Zeichen für Gott sein können?

Jona wird ins Meer geworfen, ein großer Fisch verschluckt ihn. Dort bleibt Jona drei Tage und drei Nächte. Diese Zeit – drei Tage und drei Nächte im Bauch des Fisches – sind ein Zeichen dafür, dass Jesus Christus drei Tage im Grabe bleiben wird. ER weist selbst darauf hin.  (Drei Stellen gibt es in den Evangelien)

Jona lernt im Bauch des Fisches zu beten. Es ist schon fast wie ein Psalm Es ist ein wunderbares Gebet, welches in Not auch von uns gebetet werden kann:
„Ich habe gerufen aus meinen Drangsal zum Ewigen, und er hat mir geantwortet; aus dem Schoß der Hölle hab‘ ich geschrien, du hast meine Stimme gehört.
Denn du hast mich geworfen in die Tiefe, in das Herz der Meere und Ströme umgeben mich; all deine Brandung und deine Wogen, sie fahren über mich her.
Dass ich gedachte: Ich bin verstoßen, fernab aus deinen Augen; doch werde ich wiederum schauen nach deinem Heiligen Tempel.
Es überhäuften mich die Gewässer, bis an die Seele, die Tiefe umringte mich; das Schilf war ein Bund um mein Haupt.
An das Äußerste der Berge fuhr ich hinab, die Erde – ihre Riegel waren für mich ewig; da brachtest du herauf aus der Grube meines Lebens, Ewiger, mein Gott.
Wenn sich meine Seele verdunkelt in mir, gedachte ich des Ewigen, und es kam zu dir mein Gebet in deinen Heiligen Tempel.
Die auf nichtigen Tand warten, die verzichten auf ihre Gnade,
Ich aber – mit der Stimme des Dankes werd‘ ich dir opfern; was ich gelobt, werde ich bezahlen. Hilfe ist beim Ewigen.“

Fast das ganze zweite Kapitel (welches sehr kurz ist) dauert dieses Gebet. Es lohnt sich, auch andere Übersetzungen anzusehen. Relativ wörtlich ist die Elberfelder Bibel.  Auch die 
Auch die Zürcher Bibel ist eine gute Übersetzung. Ziemlich modern ist die Gute Nachricht BibelGute Nachricht BibelAuch die Neues Leben Bibel spricht für sich.
Hier wäre es schön, wenn jeder sich die Übersetzung lange ansieht, mit der er am Besten beten kann, auch immer wieder mal den Text zum Beten heranzieht.

Jona wird vom Fisch am Land ausgespuckt. Zum zweiten Mal wendet sich Gott an Jona, dass er nach Ninive gehen solle. Diesmal gehorcht Jona Gott.
Ist es nicht manchmal so, dass uns erst ein Schicksal widerfahren muss, bevor wir bereit sind, Gottes Willen zu tun? Und dann bleibt die Frage: Wie machen wir es? Widerwillig oder doch auf Gott vertrauend und wissend, Ihm hiermit zu dienen?

Nur kurz ist davon berichtet, dass Jona in die Stadt ging, die Leute glaubten und die Nachricht sogar zum König drang. Jona ruft aus: „ Noch vierzig Tage und Ninweh geht zugrunde.“ Weiter heißt es in der Übersetzung: „Und die Leute von Ninweh glaubten an Gott und riefen ein Fasten aus, und kleideten sich in Säcke von Groß bis Klein.“
Auf den Befehl des Königs, zu dem die Botschaft auch dringt, sollten sogar die Tiere fasten.

Vielleicht könnte dies ein Anstoß für uns sein, für die Politiker zu beten, dass Sie auf Gott hören mögen, Seinen Willen zu tun.

Gott jedenfalls erbarmt sich Ninive. – Da sind wir jetzt wieder bei Jona. Er ist eben auch nur ein Mensch. –Und jemand der schon mit einem Hoch von Schadenfreude auf den Untergang von Ninive wartet.

Wie sieht es mit uns aus, wenn wir Gottes Willen tun sollen und dieser sich der Leute erbarmt, nicht so streng sind, wie wir es wollen? Sind wir dann wütend?
Jona betet sogar zu Gott, sagt diesem, dass er im Recht war zu fliehen, da Gott zu gütig ist. Das Gebet lautet: „O Ewiger, war das nicht meine Rede, als ich noch in meinem Lande war – darum kam ich zuvor, nach Tarschisch zu fliehen - , dass ich wusste, du seiest ein gnädiger und barmherziger Gott, langmütig und von großer Huld und sich bedenkend wegen des Übels.“
Manchmal sind wir Menschen viel strenger als Gott, denken wir müssten uns an irgendwelche Vorschriften halten, die in diesem Falle nichts nützen. – Alleine die Liebe zählt und diese lässt Gott walten.

Jona verfällt in eine Depression und will sterben. Da erteilt im Gott nochmals eine Lehre. Aber selbst daraus lernt Jona nicht.

Es ist kein Wunder, dass Jona übersetzt „der Taube“ heißt, denn er will nicht auf Gott hören.

Einen Film über Jona habe ich schon in meinem anderen Blog gepostet. Er kann hier angesehen werden.




Mittwoch, 15. März 2017

Wieder regelmäßige Einträge

😐Das Internet ist bei mir immer noch langsam, funktioniert immer noch nicht richtig. Auch bricht die Verbindung weiterhin immer wieder ab.😒

Aber es gibt erfreuliche Nachrichten:😊
 Da ich weiß, wie ich "planen" kann. Ich kann also Posts im Voraus schreiben und dann so einstellen, dass es automatisch veröffentlicht wird. Dies werde ich in Zukunft öfters machen, so dass wieder jeden Mittwoch etwas erscheint.